Kegeldrehen

Kegeldrehen beschreibt das Herstellen einer kegelförmigen Fläche mithilfe eines Drehmeißel an einer Drehmaschine. Ziel ist es, die gewünschte Kegelverjüngung zu erreichen. Dafür stehen drei verschiedene Kegeldrehverfahren zur Auswahl.

  1. Kegeldrehen durch Oberschlittenverstellung
  2. Kegeldrehen mit Leitlineal
  3. Kegeldrehen durch Reitstockverstellung

Kegeldrehen durch Oberschlittenverstellung

Formel zur Berechnung des Einstellwinkel

Hierbei wird der Oberschlitten um den Einstellwinkel α/2 verstellt. Um dies möglichst genau einstellen zu können benötigen sie eine Messuhr, sowie einen Kegellehrdorn (mit dem selben Einstellwinkel α/2). Der Kegellehrdorn wird nun zwischen einer Mitnehmerscheibe und dem Reitstock eingespannt. Die Messuhr wird mit einem Halter auf den Oberschlitten befestigt.

Die Fläche des Lehrdorns wird nun mit der Messuhr abgefahren, um so die Abweichung von Oberschlitten zu Kegellehrdorn fest zu stellen. Je kleiner die Abweichung, desto paralleler laufen sie zueinander. Die Abweichung sollte nicht mehr als 0,02 mm betragen.

Formel: Kegelverjüngung

Hinweis:
Der Vorschub wird von Hand ausgeführt. Die herzustellende Kegellänge ist durch die begrenzte Verstellmöglichkeit des Oberschlittens ebenfalls begrenzt. 

Im Beitrag: Grundlagen Drehen findest du weitere Informationen über das Arbeiten an Drehmaschinen

Einstellwinkel berechnen

Der Einstellwinkel gibt an, um wie viel Grad du den Oberschlitten verstellen musst. Unter Angabe der folgenden Parameter, kannst du den Einstellwinkel hier ausrechnen.

mm
mm
mm

Einstellwinkel =

Kegeldrehen mit Leitlineal

Unter den drei Verfahren ist dieses am aufwendigsten. Für das Kegeldrehen mit Leitlineal wird der Planschlitten mithilfe eines Leitlineals geführt. Damit das möglich ist, muss die Spindel des Planschlitten für diesen Vorgang entfernt werden. Danach wird der Planschlitten mit dem Leitlineal verbunden und führt nun durch den Vorschub der Zugspindel den Planschlitten.

Kegeldrehen durch Reitstockverstellung

Formel: Reitstockverstellung

Das Werkstück wird zwischen den Spitzen gespannt und von einer Mitnehmerscheibe und Mitnehmer angetrieben. Der Reitstock wird axial um das Maß VR Verschoben. Das Werkstück muss hierbei sicher fixiert werden. Dafür ist eine Zentrierung der Form R notwendig. Die Zugspindel führt den Vorschub aus.

Informationen über Zentrierbohrer Form R findest du in diesem Beitrag

Parameter zu den Formeln
VR = Reitstockverstellung
Lw = Werkstücklänge
C = Kegelverjüngung
D = großer Kegeldurchmesser
d = kleiner Kegeldurchmesser
L = Kegellänge

Berechnung der Reitstockverstellung

An dieser Stelle kannst du unter Angabe des großen & kleinen Kegeldurchmessers, der Kegellänge und der Gesamtlänge des Werkstücks berechnen, um wie viel Millimeter der Reitstock verstellt werden muss.

mm
mm
mm
mm

Ergebnis:




Bearbeitung an einer konventionellen Drehmaschine

Drehen Grundlagen

Drehen – Einführung in das Verfahren Drehen ist ein zerspanendes Fertigungsverfahren, bei dem mithilfe eines Drehmeißels, ein meist zylindrisches, rotierendes Werkstück auf einer Drehmaschine bearbeitet

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