Zerspanbarkeit

Die Zerspanbarkeit ist die Eigenschaft, unter der sich ein Werkstoff zerspanend bearbeiten lässt. Von einer guten Zerspanbarkeit spricht man, wenn die Oberflächenqualität gut ist, die Zerspankraft gering ist, in einem möglichst kurzen Zeitraum, ein großes Zerspanvolumen erreicht werden kann und der Verschleiß des Werkzeuges so gering wie möglich gehalten wird. 

Die Zerspanbarkeit eines Werkstoffes wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Einflussfaktoren

Während des Zerspanungsvorgangs üben verschiedene Faktoren einen positiven oder negativen Einfluss auf die Zerspanbarkeit aus.

Werkstoff

Eine wesentliche Rolle für die Zerspanbarkeit spielt die Zusammensetzung des zu bearbeitenden Werkstoffes. Legierungszusätze wie Schwefel und Phosphor verbessern die Zerspanbarkeit des Stoffes. Mangan, Nickel, Silizium, Molybdän vermindern die Zerspanbarkeit.

Werkzeug

Nicht nur die Zusammensetzung des Werkstoffes hat Einfluss auf die Zerspanbarkeit. Das Werkzeug spielt hier ebenfalls eine wesentliche Rolle. So wird der Werkzeug-Schneidstoff anhand des zu bearbeitenden Werkstoffes ausgewählt um in Bezug auf die Zerspanbarkeit optimale Schnittwerte fahren zu können und den Verschleiß möglichst gering zu halten.

Dafür wird in sechs verschiedene Schneidstoff-Klassen unterteilt.
Stahl (P), Nichtrostender Stahl (M), Gusseisen (K), Nichteisenmetalle (N), Speziallegierungen (S), Harte Werkstoffe (H).

Ebenso wie der Schneidstoff, spielt auch die Geometrie des Werkzeuges, die Schnittdaten, sowie der Einsatz von Kühlmittel eine Rolle.